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Lasst Euch von der Freude am Lernen leiten

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iStock.com/jacoblund

Bei der Berufswahl stellen sich uns grosse Fragen. Für welchen Beruf soll ich mich entscheiden? Was muss ich lernen, um in der Arbeitswelt von morgen bestehen zu können? Welche Kompetenzen sind in Zukunft gefragt?

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Sami Kanaan

Präsident der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen

Mit diesen Fragen…

hat sich die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen in letzter Zeit intensiv auseinandergesetzt. Sie wollte wissen, welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche in der digitalisierten Welt brauchen und was sie lernen müssen, um gute Chancen in der Lebens- und Arbeitswelt von morgen zu haben

Klar ist, technische Kompetenzen werden aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung immer wichtiger. Das heisst nicht, dass alle IT-Spezialistinnen oder Programmierer werden müssen, aber ein erweitertes technisches Verständnis ist in unserer digitalen Welt unverzichtbar geworden.

Soft skills

Gleichzeitig bekommen mit der Digitalisierung aber auch die «soft skills» immer mehr Bedeutung, wie eine von der EKKJ beauftragte Studie zur Digitalisierung und ihrem Einfluss auf Kinder und Jugendliche zeigt (Genner 2017: Digitale Transformation. Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in der Schweiz).

Mit der Digitalisierung werden eine ganze Reihe von Handlungs- und Sozialkompetenzen wesentlich, zum Beispiel Problemlösefähigkeit, Kreativität, Flexibilität, Empathie, kritisches Denken, Offenheit und Neugier. Denn diese Kompetenzen unterscheiden den Menschen von Maschinen und können nicht so leicht durch Computer ersetzt werden. Es wird wichtiger, dass man agil und lebenslang lernbereit ist und eine breite Palette an Kompetenzen mitbringt.

Wer technische Fähigkeiten und Soft Skills mitbringt, hat für die Zukunft gute Karten.

All dies wird nicht nur in der Schule oder im Lehrbetrieb, sondern auch im Jugendtreff, in Vereinen, bei freiwilligem Engagement, auf Internetplattformen oder zu Hause erlernt und gelebt. Wer sich vielfältig engagiert, wird schnell erkennen, was ihm/ihr Freude bereitet und wo er/sie mit Begeisterung dabei ist. Dies ist auch später für die Work-Life-Balance wichtig.

Und wie bei allem gilt auch hier, es müssen nicht alle Kinder und Jugendlichen das Gleiche gut können. Jeder Mensch bringt unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen mit und geht seinen individuellen Weg. Lasst Euch bei der Berufswahl von der Freude am Lernen und von Eurem Bauchgefühl leiten! Das sind gute Wegweiser hin zu erfüllenden und sinnstiftenden Tätigkeiten.I

Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen

Die EKKJ ist eine ausserparlamentarische Kommission bestehend aus 20 Fachexpertinnen und Fachexperten aus dem Kinder- und Jugendbereich. Sie hat einen Bericht «Aufwachsen im digitalen Zeitalter“ erarbeitet. Dieser erscheint Ende Februar 2019.
Die Kommission hat unter anderem die Aufgabe, die Situation der jungen Generation in der Schweiz zu beobachten, Entwicklungen aufzuzeigen und Massnahmen vorzuschlagen, und sie sensibilisiert die Öffentlichkeit für Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel mit politischen Stellungnahmen oder nationalen Tagungen.

Infos unter: www.ekkj.ch
Kontakt: [email protected]

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