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Berufswunsch Influencer: Ein paar Tipps für Eltern

influencer schweiz
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iStock.com/FG Trade

Wenn ihr Kind Influencer werden will, sollten Eltern sowohl aufgeschlossen wie skeptisch reagieren.

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Philipp Dietrich

Stellvertretender Leiter Fachbereich
Berufsberatung Kanton Zürich

Ein Selfie im neuen Look posten oder eine nächste Seite des eigenen Video-Tagebuchs aufschalten und dabei noch für coole Produkte werben – Jugendliche können sich vorstellen, als Influencer Geld zu verdienen. Eltern sind skeptisch. Aber ist deren Misstrauen wirklich gerechtfertigt? Irgendwie ja. Und irgendwie auch nein.

Kaum Chancen auf Weiterbildung

Zu «irgendwie ja»: Eltern wollen zu Recht das Beste für ihr Kind. Der Beruf des Influencers entspricht nicht der gängigen Vorstellung der Eltern von einer soliden Ausbildung. Auch die Berufsberatung weist darauf hin, dass ein Influencer kaum Chancen hat, sich aus- und weiterbilden zu können.

Verborgene Talente aufspüren

Zu «irgendwie nein»: Manchmal ist an unrealistisch wirkenden Berufswünschen eben trotzdem etwas dran. Oft treten Talente zum Vorschein. Auch wenn’s dann nicht gleich Influencer ist, könnte vielleicht die Mediamatikerin EFZ oder der Interactive Media Designer EFZ der Wunschberuf sein.

Wer herausfinden möchte, wie ein Influencer Geld verdient, sucht auf www.berufsberatung.ch/berufe nach «Influencer».

4 Tipps an Eltern: So können Sie mit unkonventionellen Berufswünschen umgehen:

Tipp 1: Nehmen Sie den Wunschberuf Ihres Kindes ernst, auch wenn er im Moment unrealistisch erscheint. Im Berufswunsch steckt häufig viel positive Energie.

Tipp 2: Fragen Sie Ihr Kind, wie es auf den Berufswunsch gekommen ist. So erfahren Sie, was Ihr Kind anspornt und inspiriert.

Tipp 3: Verlangen Sie, dass Ihr Kind Ihnen realistisch darlegt, wie es seinen Wunschberuf erreichen will. Ihr BIZ (Berufsinformationszentrum) unterstützt Sie und Ihr Kind gern dabei. Die Adressen des BIZ Ihres Wohnorts finden Sie unter www.berufsberatung.zh.ch/standorte

Tipp 4: Als Eltern ist es natürlich nicht leicht, diese Situationen richtig einzuschätzen oder auch auszuhalten. Auch da hilft die Berufsberatung, insbesondere in den Eltern-Seminaren «Fit für die Berufswahl» (www.berufsberatung.zh.ch/seminare).Markus Sutter

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